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Die Ausfahrt einer Dampflok

gab es heute jenseits des Schienennetzes zu bewundern. Denn ICH war am späten Vormittag auf dem Radweg unterwegs. Und es war schwer – sehr schwer.

Geschuldet war diese Tatsache dem verschobenen Schlafrythmus wegen der Geburtstagsfeier meines Schwagers. Viel zu spät lag ich im Bett. Und viel später als sonst kam ich wieder raus. Da waren meine Beine und ich schon vor dem Lauf etwas kaputt und schwerfällig.

Egal, die Sonne schien vom Himmel, und es waren angenehme 15°.

Optimal für meinen langen Lauf in dieser Woche. Der stand nämlich noch aus. Wieder mal war die Wahl meiner Klamotten ein Griff ins Klo nicht den Wetterverhältnissen perfekt angepasst. Ich startete mit 3/4-Tight, Kurzarmshirt und (das war der Fehler) Weste. Ein Buff hatte ich auch dabei, was sich später aber noch als richtig erweisen sollte. Auf jeden Fall merkte ich schon nach 500 Metern, dass mir viel zu warm werden würde. Umdrehen wollte ich auch nicht mehr, war doch meine Motivation sowieso nicht sooo groß. Ich wollte nicht das Risiko eingehen, den Weg aus der Haustür nicht mehr zu finden. Also weiter.
Nach einem Kilometer drängte sich mir der Vergleich mit einer Dampflok einfach auf – ich schnaufte und kämpfte, es war erstmal ätzend. Der Puls war total niedrig, und somit hätte es ein leichter Lauf sein sollen. Fühlte sich aber mal gar nicht so an. Schon oft habe ich festgestellt, dass mir das nach spätem Zubettgehen so ergeht beim morgendlichen Laufen. Aber so mühsam wie heute kam es mir selten vor. Aber 6 km wollte ich laufen, und so war Aufgeben oder Umdrehen keine Option. Zum Glück dieselte ich mich aber dann nach und nach ein, und das Laufen wurde leichter. Die Lok rollte und rollte.
An der Weser war ich froh, dass ich mein Buff mitgenommen hatte. Es war enorm windig heute. Mein Kopf braucht dann dringen einen Schutz – sonst Kopfweh! Auch die Weste war an manchen Stellen durchaus angebracht, aber insgesamt wäre ich ohne sie besser dran gewesen. Ich habe viele Radfahrer getroffen, die ganz schön mit dem Wind zu kämpfen hatten, Nicht die schnellen auf ihren Rennrädern, die kamen gut zurecht. Aber die Freizeitradler, mussten ganz schön in die Pedale treten. Der Mittelteil des Laufen ging richtig gut und leicht. Am Ende wieder Gegenwind – es wurde etwas schwerer. Trotzdem – ich bin mit meinen 6 km heute ganz zufrieden. Tempo war eher dampflokmäßig – aber unter den Bedingungen war mir das dann egal.

Heute bin ich seit langer Zeit mal wieder hier gelaufen:

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Windspiel

Heute war ich mal genauso verrückt wie Margitta. Ich lief los in Fahrradbegleitung meines Mannes. Allerdings fing es nach 200 Metern recht kräftig an zu regnen, so dass er direkt eine Kehrtwende macht, und ich allein loszog. Auch in Ordnung, ich merkte, dass es richtig gut lief bei mir heute. Und so nahm ich mir vor, den 2ten und 4ten Kilometer mal zügig zu laufen. Gesagt, getan. Erstmal einlaufen, und als ich dann auf dem Radweg den Wind im Rücken hatte… Gaaaaas!

Einen Kilometer mit einem recht gleichmäßigen 7er Schnitt. Für mich zur Zeit selbst mit Rückenwind ein enormes Tempo. Der Puls ging hoch, aber es war ok. Ein irres Gefühl. Ein bisschen wie Fliegen. Nach dem Kilometer musste ich erstmal ein wenig traben, um mich zu erholen. Und dann dieser Wind. Ich war mir nicht sicher, ob ich noch einen Kilomter schaffen würde. Egal, der dritte Kilometer war um, und ich wollte es nochmal versuchen.

Puh, nun kam der Wind von vorn. Den 7er Schnitt konnte ich nicht immer halten, aber da kam das Windspiel dran. Der Wind war recht böig und immer wenn er nachließ, dann lief ich noch schneller (eher 6er Schnitt). Und wenn der Wind wieder stärker wurde, wurde ich halt langsamer. Der Kilomter Vier wurde somit exakt in sieben Minuten bewältigt. Eine ganz schöne Willensleistung war das! Und dann habe ich auch noch die 4 Kilometer unter 30 Minuten geschafft – eins meiner mittelfristigen Ziele war das. Abgehakt!

Den letzten Kilometer lief ich recht locker, zum Schluss mit einem Endspurt zur Haustür.

Wie Ihr seht, ich kann auch verrückt sein. Ein Nachbar (selber Schönwetter Läufer) hielt mit dem Auto neben mir an, ließ das Fenster runter und sagte: „Ist doch gar kein Wetter für’s Laufen.“

 Meine Antwort:

„ES IST IMMER WETTER ZUM LAUFEN!“