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Meckern hilft

Es ist schon erstaunlich – einmal ordentlich Meckern und der Körper gibt Ruhe. Zumindestens eine Zeit. Ok, es kann auch daran liegen, dass ich mein Gymnastik-, Dehn- und Rumpfstabipensum wieder ordentlich und konsequent durchziehe. Es war wahrscheinlich Zufall, dass ich tatsächlich am Tag nach meinem Gemecker schmerzfrei aus dem Bett hüpfen konnte. Und das ist tatsächlich so geblieben. Rücken und Hüfte sind zur Zeit gaaanz still. *auf-Holz-klopf* Na ja, der Kopf mochte Niklas so gar nicht. Aber damit kann ich dann zurecht kommen. Und meinem Seelchen geht es damit natürlich auch viel besser.

Was mir allerdings noch immer sehr zu schaffen macht, ist diese Müdigkeit und Mattigkeit, die mich zur Zeit begleitet. Ich könnte nach der Arbeit im Bett verschwinden, Decke über den Kopf und schlafen bis zum nächsten Morgen. Mache ich natürlich nicht. Aber mein Antrieb für alles ist damit so ziemlich im Keller und um 20 Uhr ist dann auch Schicht im Schacht. Ich bin platt. Nun hoffe ich, dass das nur eine kleine Frühjahrsmüdigkeit ist, und diese sich langsam mal verzieht. Vielleicht bin ich auch urlaubsreif. Urlaub habe ich jetzt zumindestens seit gestern. 7 Tage frei ist doch schon einmal was. Mal sehen, ob es danach besser wird. Die Tage werden nun länger – ich hoffe, das Licht macht mich mal ein wenig munterer. Durchgecheckt bin ich zwar erst im Dezember, aber wenn es nicht besser wird, lasse ich mich nochmal untersuchen. Ist doch total unnormal das Ganze. Auch wenn sich das gerade ein bisschen meckerig anhört – nein, so ist es nicht. Mir geht es insgesamt viel besser als letzte Woche, allein wegen der fehlenden Schmerzen. Und die Laune ist auch deutlich auf dem aufsteigenden Ast.

Sooo, was gibt es läuferisch zu berichten? Nicht viel bis gar nichts, möchte ich sagen. Ich war nur ein Mal laufen und das für ganze 15 Mintuen. Mir fällt es zur Zeit sehr schwer. Ich war danach so kaputt wie sonst nach einer Stunde. Das bringt mir keinen Spaß.

Und dann gibt es da noch etwas zu berichten. Mein Gatte, den ich nun leider vom Laufen nicht überzeugen konnte, möchte nun seit einiger Zeit auch etwas sportliches für seine Fitness und Gesundheit tun. Wir waren mal eine Zeit lang hier im Ort zum Gerätetraining in einer Physiotherapiepraxis. Das hat ihm damals super gefallen (mir nicht so) – nur die Öffnungszeiten, die passten so gar nicht gut zu seinen Arbeitszeiten. Und dann musste man sich noch immer vorher anmelden und nach einer Stunde die Örtlichkeit wieder verlassen. Nicht optimal. Aber die Sache an sich fand er toll. Lange Rede – kurzer Sinn. Er hat sich nun im Fitnesscenter angemeldet, und da gibt es zur Zeit eine Frühjahrsaktion, bei der Nichtmitglieder 4 Wochen umsonst trainieren können. Also nicht im ganzen Studio, sondern an so einem computergesteuerten Zirkel. eGym nennt sich das Ganze. Ob so ein Zirkel sinnig ist oder nicht, das will ich hier gar nicht erläutern oder besprechen. Auf jeden Fall werde ich das mal 4 Wochen mitmachen. Bisher habe ich so eine Mitgliedschaft für mich immer kategorisch abgelehnt. Nicht wegen der Kosten an sich, sondern weil ich finde, dass man für den Preis, den man dort zahlt, das Angebot auch entsprechend nutzen sollte. Und da bin ich bei mir doch etwas skeptisch, ob ich das im Alltag geregelt bekomme. Außerdem habe ich bei den Clubs, in denen ich mal kurz drin war, um Freunde abzuholen oder mich zu informieren, immer sofort gedacht: „Nicht mein Ding. Hier ist es zu eng, zu voll, zu stickig.“ Noch ein Gegenargument war es, dass ich ja nun schließlich 3 Mal die Woche laufe. Zusätzliche Sporteinheiten außer Haus bekomme ich da nicht unter. Nun, dass mit dem Laufen ist zur Zeit nicht so dolle, und im Winter habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr im Dunkeln durchs Dorf zu traben. Das war in anderen Wintern nicht so. Da wäre so eine Ausweichmöglichkeit vielleicht doch ganz gut.
So ein Probemonat, denke ich, ist mal gut, um das zu probieren. Auch, ob ich das rücken- und kopftechnisch vertrage, kann ich in so einem Zeitraum sicher schon tendenziell feststellen.

Am Mittwoch war ich nun mit meiner Lauffreundin, die ich auch zu dem Probemonat überreden konnte, zum ersten Mal dort. Also eng und stickig ist es in dem Studio schon einmal nicht. Das hatte mir mein Mann schon berichtet. Ein Gegenargument ist also direkt ausgeräumt worden. 🙂 Nein, im Gegenteil, das Studio ist ganz nett aufgemacht. So ein wenig mediterran. Schön Musik im Hintergrund. Doch, die reinen Äußerlichkeiten waren schon in Ordnung.
Nach den Formalitäten ging es erstmal ans Umziehen und Warmmachen. Ein wenig radeln vorweg und die Muskeln sind vorbereitet. Dann hat uns eine Mitarbeiterin die Geräte am Zirkel erklärt und für uns eingestellt. Danach haben wir mit ihr gemeinsam die erste Runde absolviert. So konnte wir noch Fragen stellen oder unsere Haltung korrigieren lassen. Zwei Runden werden insgesamt gedreht. Da man nicht viel falsch machen kann, weil die Geräte sich computergestützt einstellen (sowohl die Gewichte als auch Sitz etc.), konnten wir in der zweiten Runde allein los. Wie das beim Zirkeltraining allgemein halt so ist, macht man eine Übung für ein fixe Zeit und wechselt dann zur nächsten. Hier halt von Gerät zu Gerät. Nach den zwei Durchgängen bin ich nochmal ein wenig auf’s Rad gestiegen und fertig. Mir hat das an dem Tag erstmal gereicht. Der Kopfschmerz wollte auch schon wieder ein wenig
aufbegehren, war ich doch erst wieder den ersten Tag fit. Aber zum Glück verzog er sich schnell wieder.

Nach einem Training kann ich noch nicht viel sagen. Es ist schon mal so, dass ich nicht sofort denke:“Nee, das ist gar nichts für mich.“ Ich lasse diese vier Wochen einfach mal vergehen und schaue, wie es läuft. Ab und an werde ich berichten.
Einen Unterschied zu meiner Gymnastik zu Hause habe ich natürlich gespürt. Ich wurde schon mehr gefordert und war am Abend auch ganz schön platt. Sagt zur Zeit auch nicht viel aus – bin ich doch gerade immer. Am nächsten Tag war mein Körper ein wenig schwer. Aber Muskelkater hatte ich nicht. Das ist so in Ordnung, denke ich. Mal schauen, wie das weiter geht.
Und heute teste ich mal, wie das geht mit dem Laufen. Es soll nicht mehr regnen, und ich habe Bock drauf. Gute Voraussetzungen erstmal.

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Zum Schluss ein wenig (Schnee-)Gedanken

Heute morgen habe ich es in den Laufblogs gesehen – überall Winter und Schnee in den verschiedensten Ausprägungen. Mal richtig viel (also alles schööön weiß), mal eher so ein Hauch.

Auch bei uns hat es geschneit, aber den Namen „Schneelauf“ hat mein Lauf heute morgen nicht verdient. Ich konnte ein wenig dieses weißen Zeuges mit dem Namen „Schnee“ ausmachen, aber es war wirklich nur seeehr wenig. Schaut selbst:

Na, ist auch egal. Meine 40 Minuten waren recht kurzweilig, und die Ansicht wahr wenigstens etwas anders als sonst. Der Winter dauert noch ein wenig – vielleicht habe ich im neuen Jahr Glück.

Auch der Rückblick auf das Laufjahr 2014 war Thema in anderen Blogs.

Wenn ich zurückschaue auf mein Laufjahr bin ich letztendlich sehr zufrieden.

Am Anfang des Jahres war an Laufen nicht zu denken, und ich spielte mit dem Gedanken, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen.

Zum Glück habe ich es nicht getan und startete nach ausgestandener Rückengeschichte (mit viiiel Stabitraining) Ende März wieder ganz langsam.

Bis Ende Juni schaffte ich dann schon wieder ohne Problem eine Stunde zu laufen. Es folgte ein leichtes Sommerloch, das ich nur mit wenigen Läufen füllte.

Im Oktober gab es tatsächlich mal einen Lauf über 10 km (Volker, ich hab‘ es im Lauftagebuch gefunden!) Danach gab es einen Monat Totalausfall wegen Leistenbeschwerden, aber auch das wurde ausgestanden, und seit Ende November bin ich wieder laufend unterwegs. Nicht so oft, wie es mir am besten gefallen würde, aber egal. Ich laufe, wenn es passt und so lang, wie es mir gut tut. Zur Zeit sind das Läufe zwischen 30 und 40 Minuten.

Zeit, die ich mir für mich selbst nehme, und die ich nicht missen möchte. Also werde ich vorsichtig sein, und nichts mehr vorschnell versuchen herbeizuführen. Laufen – einfach laufen. Langsam – ist doch egal. Hauptsache laufen – spazieren ist für mich nicht das Gleiche. Ich möchte eine Minischwebephase! Basta!

Für meine geschafften 10km bekam ich  übrigens (wie versprochen) mit einem lieben Weihnachtsgruß vom Volker das hier:

Mein 10km-Qietscheentchen!

Mein 10km-Qietscheentchen!

Da habe ich mich sehr drüber gefreut – wie ich mich über alle Leser meines Blogs und deren Kommentare freue. Danke dafür!

Ich wünsche Euch allen ein gesundes Jahr 2015! Wir lesen uns!