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365 Tage ohne…

…Laufen. Tatsächlich hat es so lange gedauert, bis ich das Gefühl hatte, dass ich wieder meine ersten Laufschritte probieren könnte.

Das hier war am 26. November letzten Jahres an meinem knöchernen Abriss Schuld:

Das Bild ist von heute. Also heißt es auch in diesem Jahr – aufgepasst!

Ich will gar nicht soviel über dieses lauflose Jahr schreiben. Es war auf jeden Fall so, dass ich nach den Walkingversuchen im Frühjahr gemerkt habe, dass das noch zu früh war. Mein Fuß nahm das übel. Irgendwann bin ich dann auch nochmal umgeknickt. Ich weiß schon nicht mehr, wann das war. Aber der Heilungsverlauf war wieder gestört. Einen Laufstart hatte ich ganz hinten angestellt und schon fast nicht mehr dran geglaubt und damit abgeschlossen.

Ablenkung und anderweitige Beschäftigung verschaffte mir unser neues Familienmitglied. Am 23. August zog unsere Hundedame Bella bei uns ein.

So ein kleiner Hund wirbelt den Alltag ganz schön durcheinander. Ich fühlte mich zeitweise in die Zeit zurückversetzt, als unsere Kinder noch klein waren. Die Kleine hielt uns schön auf Trab. Aber sie bringt uns auch viel Freude. An Laufen habe ich in der Anfangszeit gar nicht mehr gedacht. Keine Zeit – Alltag musste neu organisiert werden. Spazierengehen war nun angesagt. Am Anfang nur 10 Minuten pro Gang und dann jede Woche eine Minute mehr. Meistens in recht gemütlichem Tempo. Inzwischen sind wir 2x am Tag 30 Minuten unterwegs. Es wird auch nicht mehr immer getrödelt.

Im November dann reifte der Gedanke, dass ich es mit dem Laufen probieren könnte, denn ich merkte den Fuß beim Gehen nur noch sehr selten. Vielleicht taten mir diese Minispaziergänge einfach gut und gaben dem Fuß die Zeit zum Heilen, die er brauchte. Wetterfühlig scheine ich in dem Gelenk zu bleiben. Damit kann ich leben.

Um auf dem Titel zurückzukommen: Genau 365 Tage bin ich nicht gelaufen. Und letzten Sonntag, den 27ten war es soweit. Ich startete zu meinem ersten ernsthaften Laufversuch. Laufen – Gehen nach Plan. Was soll ich sagen… Es lief. Ja klar, schwerfällig war ich und aus der Form. Aber ich hatte keine Schmerzen. Nicht während und auch nicht nach dem Lauf. Unterwegs habe ich ein Tränchen verdrückt, weil ich nicht gedacht hätte, dass es nochmal klappt mit mir und dem Laufen.

Heute gab es dann natürlich auch einen Geburtstagslauf, bevor ich mich in die Feierei stürzte. Das war mein Geschenk für mich. 2 Minuten laufen und eine Minute Gehen im Wechsel. 30 Minuten lang. Ich bin nun optimistisch, dass ich mich bald wieder zu den Läufern zählen kann. Strecken und Zeiten sind egal geworden. Richtig wichtig waren sie noch nie. Aber nun vollkommen irrelevant. Hauptsache, dass!

Ein paar Bilder habe ich mitgebracht:

Das waren meine ersten Laufschritte nach einem Jahr Pause. Ich wollte sie mit Euch teilen. Und ab und an werde ich auch mal berichten, wie es sich entwickelt.

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Neues Jahr – neues Laufglück

Zu allererst wünsche ich Euch ein gutes und gesundes Jahr 2016 mit vielen tollen Erlebnissen und wenig unangenehmen Überraschungen.

Zurückblicken auf das vergangene Jahr möchte ich gar nicht im Detail. Es war, insgesamt betrachtet, für mich ein gutes Jahr. Gesundheitlich und läuferisch war ich gegen Jahresende auf dem aufsteigenden Ast. Damit war ich total zufrieden. Leider hat mich läuferisch und sportlich mein Sturz Ende November ausgebremst.

Aktuell sieht es so aus, dass ich noch eine Woche die Sprunggelenkschiene tragen muss. Mal schauen, wie es sich nächste Woche anfühlt, wenn ich diese abnehme. Inzwischen kann ich schon wieder ziemlich umfassend auf der Matte turnen. Damit habe ich gestern angefangen, und das werde ich nun wieder intensiv fortsetzen. Nur einbeinig – da bin ich noch etwas unsicher und vorsichtig. Spazierengehen funktioniert 30-45 Minuten. Dann tut der Fuß weh. Keine Ahnung, ob das normal ist nach meiner Verletzung. Das werde ich beobachten und im Zweifelsfall nochmal zum Arzt gehen. Was sicher funktioniert, ist Radfahren. Mal sehen, wie stark der Winter noch zuschlägt, und was da möglich ist.

Ob ich laufen kann, dass werde ich ganz in Ruhe testen, d. h. ich werde walken und wieder Minilaufpassagen einstreuen. Das wird sicher noch ein längerer Weg, der Geduld erfordert. Aber ich wäre froh, wenn es überhaupt wieder funktioniert. Eile ist da nicht geboten, sondern Geduld ist gefragt – mal wieder. Aber ich bin mir sicher, dass das neue Jahr mir irgendwann wieder neues Laufglück beschert. Das ist mein einziges Laufziel für 2016 und würde mir vollkommen reichen.

August 2015

Hier mein Notizen, jeweils direkt nach den Läufen notiert:
Sonntag, 02. 08.2015 / Ich bin begeistern

Ja, genauso ist es. Ich bin bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 20° an der Weser entlang getrabt und fand es wunderbar. Ungefähr 1 Minute laufen und 30 Sekunden gehen im Wechsel ergaben heute 40 Minten Bewegung. Und ich konnte mich sowas von daran erfreuen. Schööön! Die Gehpausen habe ich heute gegen Ende für Lockerungsübungen für die Schultern genutzt – auch ganz praktisch.
Nachtrag am Nachmittag: Die Hüfte murrt etwas. Mal sehen, wie das morgen ist.

Sonntag, 23.08.2015 / So, jetzt aber los!

Drei Wochen bin ich nicht gelaufen. Mir war es einfach meistens zu heiß, und ich muss zugeben, dass ich mich an den Wochenenden morgens nicht aufraffen konnte. Nun zählt aber die Ausrede mit dem heißen Wetter nicht mehr, daher habe ich mir nun fest für jede Woche 3 Läufe vorgenommen. Heute bin ich in einem Rhythmus von 2 Minuten laufen und 30 Sekunden gehen unterwegs, weil mir der Takt vom letzten Mal sehr leicht gefallen ist. Heute war ich am Ende nach den 2 Minuten immer dankbar für die Gehpause. Daher werde ich diesen Rhythmus jetzt beibehalten bis er mir leicht fällt. Ach ja, 30 Minuten waren es insgesamt. Auch das reicht mir erstmal. Wenn die Tagesform 10 bis 15 Minuten mehr hergibt, dann kann ich das  spontan dranhängen.

Sonntag, 30.08.2015 / Endlich…

…ging sich für diese Woche ein Lauf aus. Leider hatte ich von Montag bis Freitag Kopfschmerzen, so dass an Sport jeglicher Art nicht zu denken war. Auch ein spontaner Urlaubstag am Donnerstag brachte keine Besserung. Seit gestern geht es mir wieder gut. Aber da ich immer sehr vorsichtig bin, startete ich erst heute wieder. Im gleichen Rhythmus wie letzten Sonntag ging es 30 Minuten an der Weser entlang. Mein Handy hatte ich dabei, aber dann doch keine Lust, Fotos zu machen. Diese Woche ging es -trotz der Pause- schon besser mit den 2 Minuten. Wenn man es richtig bedenkt, laufe ich immerhin von den 30 Gesamtminuten ja nun schon 24. Finde ich schon mal ganz gut. Aber ich merke, dass die Gehpausen meinem Rücken gut tun, denn der verspannt doch zwischendurch mal ganz gerne.
Notiz: Diese Woche hat weder Hüfte noch Rücken nach dem Lauf gemeckert!

Für meine drei Läufe in diesem Monat reicht ja nun wirklich diese Art von Zusammenfassung. Klar war es insgesamt zu wenig, um schon wieder eine steigende Form zu verzeichnen, trotzdem bin ich zufrieden. Gerade, weil mein Rücken diese Geh-Lauf-Kombi wohl mag.  Jetzt kommen kühlere Tage und mit diesen wird mir das regelmäßige Laufen wieder leichter fallen. Ich werde berichten…

Schon wieder vorbei

Schöne Zeiten verfliegen so schnell. Heute ist mein letzter Urlaubstag, und ich kann sagen: Schön war’s! Die erste Woche haben wir zu Hause verbracht. Über meine Läufe in der Woche hatte ich schon berichten.

Die zweite Urlaubswoche haben wir im Allgäu verbracht. Das war ein wunderschöner Urlaub. Die Gegend ist toll und alle Familienmitglieder waren total begeistert und haben beschlossen: Da fahren wir nochmal hin!


Gelaufen bin ich dort nicht. Für die Grundlagenausdauer genügte die Bewegung, die wir so schon hatten sicher. Dabei ist mir übrigens übelst klar geworden, dass meine Kondition irgendwo im Keller rumdümpelt. Bergauf wandern war für mich echt schwer. Ok, wir hatten auch immer 30°+ xy. Aber trotzdem – ich werde nun mal wieder meine NW-Stöckl rauskramen und mit der örtlichen Gruppe zumindestens einmal in der Woche durch den Wald gehen. Die Strecke ist ca. 10 km lang, geht erst schön bergauf und dann bergab.

Das wird mir sicher gut tun. Und meinem oberen Rücken auch, der zur Zeit ganz schön meckert. Die letzte Nacht in unserer Ferienwohnung haben wir uns dann auch geschenkt. Die Matratzen waren für mich nicht gemacht – Rückenschmerzen jede Nacht ab 4 Uhr, so dass ich aufstehen musste. Aber dank Massagetermin und Gymnastik ist es schon wieder besser.

Heute wollte ich den Urlaub aber noch mit einem Lauf abschließen. Also machte ich mich am späten Vormittag auf den Weg. Weil ich keine Lust hatte, meine Schritte zu zählen, dachte ich mir, dass ich doch mal die Technik nutzten könnte. So gab ich in meinen Garmin „Intervalle“ ein 50 Sek. laufen und 30 Sek. gehen. Praktisch zwar, aber sowas von nervig, weil dieses Dingen ständig am piepen war. Die Idee stellte sich also als suboptimal heraus. Beim nächsten Mal drücke ich lieber die Runden ab und schaue ab und an auf die Uhr. Nach Gefühl möchte ich zur Zeit noch nicht laufen, da ich die Laufabschnitte auf keinen Fall zu lang machen und nur langsam steigern möchte. Bis auf das Gepiepe war der Lauf dann auch sehr schön. Der Körper vergisst doch nicht so schnell. Na ja, 50 Sek. laufen sind nun auch nicht die Welt. Trotzdem – ich freue mich, dass ich das im Moment so gut hinbekomme. Und mit der Zeit werden die Laufabschnitte auch wieder länger. Ach ja, etwas über eine halbe Stunde bin ich an der Weser entlang gelaufen.

Morgen geht es nun wieder zur Arbeit. Aber da die Kinder noch Ferien haben, ist der Alltag trotzdem noch recht entspannt.

 

12. bis 17. Juli 2014

Wochenlauftagebuch

Sonntag, 12. Juli 2015:
So, nun bin ich das erste mal seit 6 Wochen wieder mit Laufschuhen an den Füßen unterwegs gewesen. Und es war schwer, obwohl es nur 20 Minuten waren. Ich bin immer 30 bis 40 Meter gelaufen und dann die gleiche Strecke gegangen. Die Laufanteile waren für mich sehr anstrengend, und ich war über jede Gehpause froh. Ein wenig doof kam ich mir vor, wenn mir jemand entgegen kam. Tatsächlich bin ich noch nie so kurze Abschnitte gelaufen bei einem Start – noch nicht mal in den Anfängen. Trotzdem bin ich froh, den Anfang gemacht zu haben. Der erste Schritt ist bekanntlich meistens der schwerste. Und ich weiß, wenn ich kontinuierlich weiter mache, dann geht läuft es nach und nach besser.

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Donnerstag, 16. Juli 2015:
Eigentlich wollte ich am Dienstag schon wieder los. Doch ich habe für meine Verhältnisse sehr lange geschlafen. Ich habe quasi Volker Konkurrenz gemacht, und bis zum sehr späten Vormittag im Bett gelegen. Und ruck zuck war es Nachmittag. Ich dachte, dass ich es am Abend schaffen würde, aber da machten sich Kopfschmerzen breit, die mich auch am Mittwoch ausbremsten.
Heute morgen saß mein ISH auf meiner Schulter und wollte mir erzählen, dass es nun schon viel zu warm wäre und zu schwül und überhaupt hatte ich doch gestern abend noch Kopfweh. Ich habe ihn jedoch verscheuchen können und bin gelaufen. Diesmal war ich 26 Minuten im gleichen Takt wie am Sonntag unterwegs. Es war tatsächlich sehr schwül, da es heute Nacht geregnet hatte, und es  heute morgen schon über 20° Grad sind. Aber mit den Gehpausen habe ich das gut hinbekommen. Und ganz am Ende hatte ich tatsächlich schon wieder ein ganz bisschen Spaß an der Sache. Wenn ich jetzt noch das Schamgefühl abstellen könnte, wenn ich diese Gehpausen mache. Das wäre schön!

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Das war es bisher. Mal schauen, was der Rest des Monats noch so bringt…

Start

So, mein Urlaub ist gestartet, und ich starte auch gleich. Es wird wieder gelaufen. Allerdings geht es bei mir ganz auf Anfang.

Bisher habe ich es immer so gehalten, dass ich gleich eine kurze Strecke komplett durchgelaufen bin – ohne Gehpausen. Diese Laufstrecke habe ich dann nach und nach verlängert. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass wollte mein Körper so nicht. Diesmal werde ich mir noch mehr Zeit nehmen. Gehen-Laufen-Gehen lautet die Devise und so nach und nach den Laufanteil verlängern.

Bin mal gespannt wie und ob das für mich besser funktioniert. Ab und an werde ich mal einen Zwischenbericht geben. Drückt mir die Daumen!

Ich habe ’nen Bock

Den ganzen Juni bin ich noch nicht gelaufen. Erst hatte ich Hüfte, dann mal Rücken oder Kopf. Am Schluss wurde das Ganze noch von einem Magen-Darm-Virus gekrönt. Ätzend!
Nun, ich hätte schon wieder Gelegenheit gehabt, aber meine Motivation ist ehrlich gesagt im Keller. Diese ständigen Rückschritte  nerven mich gewaltig. Ich starte neu, erlaufe mir in bescheidenem Maße wieder Strecke und Kondition – und zack: Ausfall mit der Konsequenz von Konditionsverlust. Immerwieder fast ein Neubeginn macht keine rechte Freude.
Ich weiß, andere können zur Zeit nicht und würden doch so gerne. Da ist das hier Jammern auf hohem Niveau. Aber ich habe im Moment keine Ahnung, ob und wie ich meine Lauferei nun wieder angehen soll. Kurz, lang, langsam, schnell, oft oder nicht so oft.
Ich bin bockig!