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Nebel überall

Jeder Läufer kennt es, wie es ist im Nebel zu laufen. Eine eigenartig schöne Stimmung – ruhig, mystisch, manchmal auch irgendwie gruselig. Der Blick kann nicht schweifen. Die Nebelschwaden lassen es nicht zu.

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Schööön!

 

Letzten Sonntag hatte ich mich gefreut, in so einen Lauf starten zu können. Bin ich auch. Aber die Freude darüber (auch über die tollen Lauftemperaturen) wich nach 30 Minuten eher Genervtheit. Denn als brillentragende Läuferin wurde ich da vor nebulöse Probleme gestellt. Der Nebel nahm die Sicht erst nach 100 Metern, meine Brille jedoch nahm sie mir schon nach ein paar Zentimetern – erst beschlagen, dann ständig nass. Dooferweise hatte ich kein Küchenkrepp dabei (sonst Grundausstattung im Herbst/Winter), um ab und an darüber zu wischen. So mussten meine Zeigefinger als Scheibenwischer fungieren. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf den Krampf und lief nach Hause, obwohl ich noch ein oder zwei Kilometer hätte laufen wollen.

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Unter Bäumen lässt es der Nebel regnen.

Heute war ich schlauer. Ich habe mir im Sommer für solche Zwecke Tageslinsen zugelegt, nur vergesse ich das noch manchmal Auch heute wäre ich fast wieder ohne gestartet. Puh, beim Blick aus dem Fenster in den Nebel fiel es mir zum Glück noch ein. Also war ich heute mal oben ohne unterwegs. 🙂

Welch eine Erleichterung! Ich konnte ganz entspannt Richtung Welterbe starten.

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Der Weg wird einem gewiesen.

Da ist es - das neue Weltkulturerbe.

Da ist es – das neue Weltkulturerbe.

Noch die Kastanienallee angehangen (habe ich ewig nicht getan).

Am Ende der Alle - eine Eisenbahbrücke.

Am Ende der Allee – eine Eisenbahbrücke.

Und dann war ich nach 80 Minuten wieder zu Hause. Ganz ohne irgendwelche Sichteinschränkungen. Einzig ein Wassertropfen hatte den Weg vom Laub in mein Auge gefunden. Mit Brille wäre DAS nun nicht passiert. Aber das nehme ich gern in Kauf.
Im Alltag sind die Linsen übrigens für mich keine Alternative zur Brille. Ist mir zu fummelig.

Ansonsten hatte mich Mitte September eine fiese Erkältung erwischt. Da war an Laufen nicht zu denken. Der Puls war sowieso schon zu hoch. Den ersten Versuch, am Dienstag vor einer Woche, musste ich verkürzen. War wohl noch zu früh.

Dann gab es am Sonntag meinen ersten Nebellauf (75Min.) und heute nun den nächsten (80Min.) Ging beides wieder prima.

Am Rande:
Rückblickend auf den September freut mich besonders, dass es so scheint, als ob viel Schlaf, viel Trinken, Koffeinverzicht und regelmäßige, langsame Läufe sich migränetechnisch auszahlen. Im ganzen September hatte ich nur einen Tag leichte Kopfschmerzen und 2 Tage etwas stärkere Migräne.
Einen Anfall konnte ich abwenden, weil ich schon bei den aufkommenden Sehstörungen Schmerzmittel genommen habe. Das habe ich noch nie gemacht, obwohl ich weiß, dass das richtig wäre. Aber Schmerzmittel ohne Schmerz – das wollte ich nicht. Ich hoffte immer, dass die Migräne nicht kommt. Sie kam aber immer. Auch an dem Tag wäre es so gekommen, denn ich habe im Hintergrund gespürt, dass es richtig war. Trotz Schmerzmittel war da so ein dumpfer Schmerz, der aber nach 3 Stunden verschwand. Wenn das so weiterginge, wäre ich zufrieden.

Ach so, fast hätte ich das vergessen. Ich hatte (fast) ein Deichläuferfeeling und zwar deswegen:

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Laufen lassen

Meine erste durchgelaufene Woche seit etwa 5 Monaten liegt hinter mir. Ich habe sie frei Schnauze gestaltet, und das war eine gute Entscheidung. Klar, ich möchte im Idealfall 3 oder auch 4 Mal in der Woche laufen. Das brauche ich aber auch nicht großartig planen, sondern diese Läufe lassen sich immer ganz gut in den Alltag integrieren. Das weiß ich aus Erfahrung. Und wenn die Termine mal zu gedrängt sind, oder es gesundheitlich nicht passt, dann wird es einfach weniger. Auch in Ordnung. Christian hat mir geschrieben, dass er nach längeren Pausen ein Wochenziel formuliert. Das finde ich gut, allein schon daher, weil ich nicht gleich zuviel machen möchte. Und so habe ich mir für diese Woche ein Wochenziel in Form von 100 Laufminuten gesetzt. Ich denke, da ist genug Spielraum, um einfach frei Schnauze zu laufen. Also laufe ich quasi planlos aber nicht ohne Plan. :mrgreen:

Am Mittwoch hatte ich einen Tag frei – wie herrlich. Somit hatte ich die Möglichkeit, am Morgen ganz entspannt in den Tag zu starten. Zur üblichen Zeit habe ich meinen Filius, der ja nun zur Schule musste, verabschiedet. Kurze Zeit später bin ich dann losgelaufen. Das Wetter war sehr schön – angenehme Temperaturen und sonnig. Ich nenne die Art von Lauf, die ich veranstaltet habe, immer einen Sternlauf. Dabei laufe ich zu einem bestimmten Punkt, von dem aus es möglich ist, in verschiedene Richtungen zu laufen. Der ist in etwa 7 Minuten von zu Hause entfernt. Und dann pendel ich in jede Richtung und wieder zurück. Am Ausgangspunkt entscheide ich dann, ob ich nach Hause laufe oder noch in eine andere Richtung pendle. Das finde ich immer sehr praktisch, wenn ich noch nicht weiß, wie weit der Lauf sein soll und keine Lust habe, irgendwann auf weiter Flur zu stehen und nur noch gehend nach Hause zu kommen, weil es zum Laufen einfach zu weit ist. Geworden sind es auf diese Art und Weise 42 – recht gemütliche – Minuten. Schön! An diesem Vormittag war ich auch noch, in Begleitung meines „Töchterchens“, beim Optiker und habe Kontaktlinsen (Monatslinsen) probegetragen. Es ist noch Feinabstimmung bzgl. der Stärken von Nöten. Außerdem muss ich das Ganze dann mal im Alltag testen. Ich werde berichten.

Am Donnerstag war Hobbiefahrdienst angesagt. Die Gelegenheit habe ich gleich ergriffen und bin um unser Schloss gelaufen. Zur Zeit ist das (noch) ein, zwei Kilometerchen zu weit für mich, um es von zu Hause aus laufend zu umrunden. So bin ich von der anderen Seite das Schloss angelaufen. Einfach los. Ich hatte mir mal die Ohrstöpsel für mein Handy mitgenommen, um mit Musik zu laufen. Dabei habe ich festgestellt, dass das besser mit meinem MP3-Player klappt. So ein ganz kleines Clipding, wo ich jeden Knopf blind finde und bei dem die Ohrstöpsel angehmer sind – aber das nur am Rande. Auf jeden Fall war ich für meinen derzeitigen Stand echt zügig unterwegs – im Schnitt eine Minute auf den Kilometer schneller als sonst. Mir war danach, und das war gut so. Zügig bedeutet in meinem Fall wohl in etwa GA2-Tempo. Sonst laufe eher seeehr gemütlich – GA1 halt. Genau kann ich das nicht sagen, weil ich zur Zeit nicht mit Pulsmessung laufe, aber die Atemfrequenz lässt ja auch Rückschlüsse zu. 😉

Heute stand nun ein letzter Lauf für diese Woche an. Meine Beine waren zu Anfang ganz leicht, aber nach einem Kilometer auf einmal ganz schwer. Entsprechend langsam wurde ich dann. Ich gönnte mir ein Spazierlauftempo und war insgesamt 28 Minuten unterwegs. Wochenziel erreicht. Jetzt wird noch geturnt, und dann ist es gut.

Ich mache nun nicht mehr jeden Tag Gymnastik in Form einer festen Turneinheit. Nach jedem Lauf wird gedehnt und Gymnastik gemacht. Das dauert dann in etwa eine halbe Stunde, und ich habe festgestellt, dass mir das sehr gut tut, in sofern, dass ich Verspannungen nach dem Laufen verhindern kann. Sonst habe ich oft davor geturnt. Das Wechseln der Reihenfolge war genau richtig.An den restlichen Tagen habe ich Übungen als kleine Häppchen in den Alltag integriert, so dass ich da in etwa auf eine Viertelstunde komme. Manchmal turne ich auch noch extra.

Mal kurz zu meiner Gewichtsentwicklung. Anfang Dezember hatte ich 8 Kilo (seit Januar 2013) abgenommen. Leider war ich danach sportlich erstmal eingeschränkt, und weniger essen wollte ich nicht, so dass ein Kilo draufkam. Das habe ich allerdings gehalten, und inzwischen ist es wieder runter. Ich bin guter Dinge, dass die restlichen 8 Kilo langfristig auch noch schwinden. Auf Gewaltdiät habe ich keine Lust, und finde so etwas auch ziemlich blödsinnig. Oft genug habe ich dabei Mitmenschen erlebt, bei denen der Jojo-Effekt böse zugeschlagen hat. Das soll mir nicht passieren!